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Auch nach Trennung und Scheidung bleibt es bei dem gemeinsamen Sorgerecht beider Eltern. Bei Angelegenheiten von besonderer Bedeutung, wie schulischer Werdegang, medizinische Eingriffe oder Ferienaufenthalte, ist das gegenseitige Einvernehmen der Eltern erforderlich.
Dagegen kann bei den Angelegenheiten des täglichen Lebens der Elternteil allein entscheiden, bei dem sich das Kind gewöhnlich aufhält. Angelegenheiten des täglichen Lebens sind praktische Fragen, wie Routineerlaubnisse, Ablauf des Schulalltags, Ausübung von Vereinssport usw. Auf Antrag kann die elterliche Sorge auch einem Elternteil allein übertragen werden. Stimmt der andere Elternteil dem Antrag zu, wird das Gericht dem Antrag stattgeben. Stimmt der andere Elternteil nicht zu, ist der zentrale Maßstab für die Entscheidung das Kindeswohl.
Für die Frage, welche Entscheidung dem Wohl des Kindes am besten entspricht sind verschiedene Kriterien entwickelt worden. Bei welchem Elternteil wird die Kontinuität der Bezugsperson und des sozialen Umfelds gewährleistet; zu welchem Elternteil hat das Kind eine größere Bindung; wo wird das Kind entsprechend gefördert; welcher Elternteil ist in der Lage den Umgang des Kindes mit dem anderen Elternteil zuzulassen und sogar zu unterstützen; wie ist der Kindeswille. Diese Aspekte werden geprüft und in die Entscheidung mit einfließen.

Zur Frage des Sorgerechts bei Eltern nichtehelicher Kinder finden Sie hier in meinem Blog weitere Informationen.