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Unterhalt
Die Fragen des Unterhalts betreffen Probleme des Verwandtenunterhalts d.h. Ansprüche der Kinder gegenüber ihren Eltern oder aber umgekehrt die Ansprüche der Eltern gegenüber ihren Kindern. Davon zu unterscheiden ist der Ehegattenunterhalt, wobei zu trennen ist in Trennungsunterhalt und nachehelichem Unterhalt.

Kindesunterhalt
Unterhalt des minderjährigen Kindes
Lebt ein minderjähriges Kind in der Obhut eines Elternteils, so leistet dieser seinen Unterhalt in der Regel durch Betreuung und Erziehung des Kindes. Der andere Elternteil ist demgegenüber barunterhaltspflichtig. Entsprechend seinen Einkommens- und Vermögensverhältnissen wird sein Kindesunterhalt auf der Basis der sog. Düsseldorfer Tabelle festgesetzt. Auf diesen Tabellenbetrag ist das Kindergeld hälftig anzurechnen, so dass sich daraus dann der entsprechende Zahlbetrag ergibt. Dieser umfasst den regelmäßigen allgemeinen Lebensbedarf des Kindes, wie Wohnung, Ernährung, Schulbedarf, Freizeitaktivitäten u.a. Darüber hinaus kann unter Umständen weitergehender Bedarf als Mehr- und Sonderbedarf geltend gemacht werden.
Näheres dazu sowie zu den Kinderbetreuungskosten erfahren Sie in meinem Blog.

Kindesunterhalt
Unterhalt des volljährigen Kindes
Bleibt das Kind nach Eintritt der Volljährigkeit wirtschaftlich von seinen Eltern abhängig, weil es sich noch in der Ausbildung befindet, so hängt seine Lebensstellung weiterhin von den Einkommensverhältnissen seiner Eltern ab. Die Betreuungsleistung entfällt jedoch, so dass beide Elternteile nun barunterhaltspflichtig sind, sofern sie über Einkommen verfügen. Lebt das volljährige Kind noch im Haushalt eines Elternteils, so richtet sich sein Unterhalt nun nach dem zusammengerechneten bereinigten Einkommen beider Eltern. Die Höhe des Unterhaltsbetrags ergibt sich dann aus Stufe 4 der Düsseldorfer Tabelle. Von diesem Betrag werden das Kindergeld und etwaige Einkünfte des Volljährigen abgezogen. Der sich daraus ergebende Zahlbetrag wird nun anteilig nach Höhe ihre Einkünfte auf die Eltern aufgeteilt. Hat das volljährige Kind einen eigenen Hausstand, so wird ein fester Bedarfsatz angewendet. Dieser liegt zur Zeit bei 670 Euro. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Studiengebühren sind darin nicht enthalten. Bei entsprechendem Einkommen der Eltern kann dieser Betrag erhöht werden.

Selbstbehalt
Der Selbstbehalt bezeichnet den Betrag der dem Unterhaltsverpflichteten mindestens zum eigenen Lebensunterhalt verbleiben muss. Bei Unterhaltsverpflichtung gegenüber minderjährigen Kindern und noch im Haushalt eines Elternteils lebenden volljährigen Kindern bis 21 Jahren gilt eine erhöhte Leistungsverpflichtung des/der Unterhaltsverpflichteten, d.h. sie müssen alle verfügbaren Mittel für den Unterhalt der Kinder einsetzen. Der sog. notwendige Selbstbehalt des berufstätigen Verpflichteten beträgt in diesem Fall 950 Euro, des Nichterwerbstätigen 770 Euro. Bei einer Unterhaltsverpflichtung gegenüber einem Volljährigen beträgt der sog. angemessene Selbstbehalt 1150 Euro.